Cookies:


Nach dem Krieg, ab 1946, gründete er zusammen mit Lorenz Dietrich (Ehemals kaufmännischer Leiter des BMW-Werks Allach), dem Rennfahrer und BMW-Mitarbeiter Georg „Schorsch“ Meier und dem früheren Sechstage-Radrennfahrer Werner Miethe die Firma Veritas, Sport und Rennwagenbau.

Sie entwickelten die ersten Fahrzeuge auf Basis der BMW 328 Fahrgestelle und Motoren. Diese neuen Fahrzeuge wurden als BMW-Veritas bezeichnet. Der erste große und öffentlich angekündigte Auftritt der Marke Veritas endete am 9. Mai 1948 auf dem Hockenheimring mit Klassensiegen von Karl Kling und Georg Meier. Es folgten weitere zahlreiche Siege, sodass die BMW AG die Bezeichnung BMW-Veritas verbieten ließ, man befürchtete eine zu große Konkurrenz. Die Wagen wurden daher fortan unter der Modellbezeichnung Veritas RS (RS für „Rennsport“) gebaut.

Schnell entwickelte sich Veritas zur dominierenden Marke bei allen deutschen Rennverstaltungen der frühen Nachkriegszeit. In kurzer Zeit gingen weitere Bestellungen ein, ein Großteil der zwischen 30 und 40 gebauten RS wurden an ausländische Kunden verkauft.

Der hier gezeigte Wagen wurde vom damaligen schweizer „Gentleman Driver“, Hans Schuler im Jahre 1948 bestellt.

Faszinierend und historisch sehr aufschlussreich ist die wohl einmalige Dokumentation dieses deutschen Rennsportwagen, von der Auftragsbestätigung auf dem original Veritas-Briefpapier bis hin zur originalen Quittung des bezahlten Kaufpreises sind einmalige zeitgenössische Dokumente erhalten geblieben und gehören zum Auto.

Hans Schuler steuerte seinen Wagen auf mehr als 34 dokumentierten Rennveranstaltungen von 1949 bis 1950. Darunter auch eine Teilnahme beim Großen Preis von Deutschland im August 1950. Hier ist die originale „Fahrerkarte“ von Hans Schuler als Teilnehmer erhalten geblieben, auf dieser wurde seine Startnummer wie auch seine Trainingszeiten festgehalten.

Die originale Einladung vom Veranstalter „Automobilclub von Deutschland e. V.“ zum Rennen mit der Benachrichtigung über die Startnummer Vergabe 40 liegt ebenfalls im Original vor.